Vita

Der Tenor Stefan Sbonnik beginnt mit dem Singen im Alter von fünf Jahren im Kinderchor und studiert nach dem Abitur zunächst die Fächer Musik und Geschichte auf Lehramt in Osnabrück und Münster. Parallel dazu absolviert er eine Chorleiterausbildung (C-Schein) am Bischöflichen Kirchenmusikseminar Osnabrück.

In den Jahren 2011-2015 folgt ein Bachelor-Studium Gesang an der Musikhochschule Münster bei Annette Koch, 2015-2017 das Masterstudium Operngesang / Musiktheater an der Theaterakademie August Everding und der Hochschule für Musik und Theater in München bei Frieder Lang und Lars Woldt. Nach dem Studium wird er für zwei Jahre Mitglied im Opernstudio der Opéra national du Rhin unter der Intendanz von Eva Kleinitz.

Wertvolle Ergänzung zu seiner stimmlichen Ausbildung erhält er durch Meisterkurse bei Götz Alsmann, Susan Anthony, Jane-Thorner-Mengedoth, Lionel Sarrazin, Susanna Eken und insbesondere Bernhard Adler, der ihn weiterhin betreut.

Im Bachelor-Studium in Münster singt er Belfiore in W. A. Mozarts La finta giardiniera und den Sailor in Purcells Dido and Aeneas in Hochschulproduktionen, sowie 2013 an der Musikakademie Kassel Raimondo in der vielbeachteten Aufführung der wiederentdeckten Barockoper Almira von Ruggiero Fedeli. Ein Jahr später spielt er Siegfried in Die lustigen Nibelungen von Oscar Straus mit einem freien Operettenensemble im Gastspiel am Theater Münster.

Im Master-Studium an der Theaterakademie verkörpert er Rollen wie Bill in Jonathan Doves Oper Flight, Kalil in Christian Josts Die arabische Nacht, Remendado in Bizets Carmen sowie die Titelpartie in Monteverdis Il ritorno d’Ulisse in patria mit Aufführungen unter anderem im Stadttheater Ingolstadt und im Prinzregententheater in München. Dabei arbeitet er neben der Accademia di Monaco auch mit dem Orchester des Staatstheaters am Gärtnerplatz und mit dem Münchner Rundfunkorchester zusammen. Bei letzterem ist er in der Folge 2017 und 2019 für die Rollen des Christgeist in W. A. Mozarts Die Schuldigkeit des ersten Gebots und Uldino in Verdis Attila im Rahmen der deutschlandweit live im Bayrischen Rundfunk übertragenen Sonntagskonzerte zu Gast.

Nach dem Studium singt Sbonnik im Rahmen der Internationalen Opernakademie Bad Orb Danilo in Lehárs Die lustige Witwe und absolviert die Mozart Residency der Académie du Festival d'Aix in Aix-en-Provence.

Im Opernstudio der Opéra national du Rhin steht Sbonnik in kleineren und größeren Rollen auf der Bühne, wie Ser Toldo Berardengo in R. Zandonais Francesca da Rimini, Brühlmann in Massenets Werther, Billy in Mahagonny Songspiel und Bruder in Die sieben Todsünden von Kurt Weill und auch Xaïloum in der wiederentdeckten Operette Barkouf von Jacques Offenbach und in einer Co-Produktion mit dem Ballett der Opéra national du Rhin als Tenor in A. Piazzollas Maria de Buenos Aires.

Die letztgenannte Produktion wird 2019 von Arte aufgezeichnet und geht in den nachfolgenden Jahren auf Tournee durch Frankreich, Schweiz und Italien. Parallel dazu führt ihn sein erstes Engagement an das Theater Heidelberg, wo er die Rollen Licomedes und Pheres in Georg Caspar Schürmanns Die getreue Alceste übernimmt. Ein Gastspiel am Theater Aachen für Händels Oratorium Resurrezione wird leider aufgrund der Corona-Pandemie in der Endprobenphase unterbrochen. Die Wiederaufnahme ist für 2021 geplant.

Sbonnik arbeitete unter anderem mit Dirigenten wie Nicolas Agullo, Giuliano Carella, Carsten Januschke, Werner Erhardt, Roland Kluttig, Alessandro de Marchi, Ariane Matiakh, Christina Pluhar, Ivan Repušić und Ulf Schirmer, mit Regisseuren wie Joseph Alford, Jan Eßinger, Tatjana Gürbaca, Markus Kopf, Balázs Kovalik, Christof Nel, David Pountney, Nicola Raab, Sonja Trebes, Martina Veh und Choreographen wie Amir Hosseinpour, Ramses Siegel und Matias Tripodi.

Neben der Opernbühne ist Sbonnik gefragter Konzertsolist. Insbesondere mit den Evangelisten-Partien in J. S. Bachs Oeuvre, Werken von Mozart und Mendelssohn konzertiert er regelmäßig und europaweit. Konzertengagements führen ihn unter anderem mit Mendelssohns Lobgesang in die Rudolf Oetker Halle in Bielefeld, mit Saint-Saëns Oratorio de Noël nach Salzburg, mit Brittens War Requiem ins britische Exeter, mit Puccinis Messa di Gloria in die Kathedrale von Lausanne sowie mit Mozarts Bearbeitung von Händels Messias zu den Kasseler Musiktagen. Er konzertiert als Solist unter anderem mit den Bochumer Sinfonikern, der Neuen Philharmonie Westfalen, der Nordwestdeutschen Philharmonie und der Philharmonie Südwestfalen.

Sbonnik ist überdies Stipendiat der Richard-Wagner-Stiftung und Sonderpreisträger beim Podium junger Gesangssolisten 2017. Er war im Rahmen von Berichterstattungen und Live-Übertragungen von Konzerten im WDR, HR, BR und Deutschlandradio Kultur zu hören.

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