Stefan Sbonnik - Tenor
Stefan Sbonnik - Tenor

Vita

Foto: Christian Hartmann

Der in Cloppenburg geborene Tenor begann mit dem Singen zu Grundschulzeiten in verschiedenen (Kinder-)Chören und studierte nach dem Abitur zunächst die Fächer Musik und Geschichte für das Lehramt an Haupt- und Realschulen in Osnabrück und Münster. Parallel dazu absolvierte er eine nebenberufliche Chorleiterausbildung (C-Schein) am Bischöflichen Kirchenmusikseminar Osnabrück.

 

2011 folgte der Wechsel in ein klassisches Bachelor-Gesangsstudium an der Musikhochschule Münster bei Annette Koch. Seit September 2015 studiert Sbonnik im Masterstudiengang Operngesang/Musiktheater an der Theaterakademie August Everding in München bei Frieder Lang und Lars Woldt.

Wertvolle Impulse erhielt er durch Meisterkurse bei Götz Alsmann (Münster), Susan Anthony (Detmold) und insbesondere von Bernhard Adler (Wien).

 

Bisher verkörperte Sbonnik bereits zehn Opern- und Operettenrollen in Hochschulproduktionen, einem freien Operettenensemble und Engagements. So sang er 2013 in Kassel Raimondo in der vielbeachteten Aufführung der wiederentdeckten Barockoper Almira von Ruggiero Fedeli - unter der musikalischen Leitung von Gregor Hollmann und der Regie von Sonja Trebes. Ein Jahr später verkörperte er Siegfried in Die lustigen Nibelungen von Oscar Straus im Gastspiel am Theater Münster.

 

Im Masterstudium an der Theaterakademie war er von Februar bis Mai 2016 unter der Regie von Christof Nel und dem Dirigat von Carsten Januschke mit dem Münchner Rundfunkorchester als Remendado in Bizets Carmen im Prinzregententheater München und im Stadttheater Ingolstadt zu erleben. Im Juli übernahm er unter der musikalischen Leitung von Eva Pons zusammen mit dem Orchester des Staatstheaters am Gärtnerplatz die Rolle des Kalil in Christian Josts Oper Die arabische Nacht in einer Inszenierung von Balázs Kovalik.

 

Im Oktober 2016 war Sbonnik als Ulisse in Monteverdis ll ritorno d'Ulisse in patria unter der Regie von Martina Veh und der musikalischen Leitung von Joachim Tschiedel mit der accademia di monaco im Prinzregententheater zu sehen und hören, im Februar 2017 als Bill in der erneut von Balázs Kovalik inszenierten Oper Flight von Jonathan Dove mit dem Münchner Rundfunkorchester unter der Leitung von Ulf Schirmer im Prinzregententheater.

 

Daneben ist Sbonnik gefragter Solist im Konzertfach. Insbesondere mit den Evangelisten-Partien in J. S. Bachs Passionen und dem Weihnachtsoratorium, Werken von Mozart und dem Schwan in Orffs Carmina Burana konzertiert er regelmäßig. Konzertengagements führten ihn mit Mendelssohns Lobgesang in die Rudolf Oetker Halle in Bielefeld, mit barocken Liedern und Opernarien in den Erbdrostenhof in Münster, mit Saint-Saëns Oratorio de Noël in die Christuskirche in Salzburg und mit Brittens War Requiem in die Kathedrale von Exeter. Im November 2016 trat Sbonnik mit Mozarts Bearbeitung von Händels Messias bei den Kasseler Musiktagen auf.

 

Sbonnik ist überdies Stipendiat der Richard-Wagner-Stiftung, Sonderpreisträger beim Podium junger Gesangssolisten 2017 und war im Rahmen der Berichterstattung zu Ruggiero Fedelis Almira im WDR sowie mit Schubert-Liedern auf Deutschlandradio Kultur zu hören.

 

Ab Herbst 2017 wird Sbonnik Mitglied im Opernstudio der Opéra national du Rhin Strasbourg.

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